Hallo Community,
nach langer Abstinenz hier auf Steemit schreibe nun einen Bericht über ein ganz besonderes Thema und zwar über das Thema Gesundheit.
Wie oft sagen wir uns Gesundheit ist das wichtgste was es gibt auf der Welt, ziemlich oft oder?
Aber wie wichtig Gesundheit nun wirklich ist merken wir erst wenn wir oder jemand aus unserem Umfeld ernsthaft krank wird.
Ok nach mittlweile 30 Jahre aktivem Fussballspielen tun die Knochen schon weh, aber grundsätzlich geht es mir Gott sei Dank ganz gut.
Nun zu meiner Story:
Kurz vor Weihnachten erhielt ich Post vom NKR (Norddeutsches Knochenmark- und Stammzellspender-Register) aus Hannover.
Darin stand das ich eventuell jemandem mit meinen Stammzellen helfen könnte und ich mich so schnell wie möglich melden soll.
Hm kurz überlegt, ja vor ca. 20 Jahren habe ich mich im Rahmen eine freiwilligen Blutspendeaktion in meinem damaligen Ausbildungsbetrieb typiesieren lassen.
Ich griff zum Hörer und und habe mich bezüglich der Stammzellenspende sehr gut beraten lassen.
Ich wurde sehr gut aufgeklärt und na klar so eine Stammzellenspende ist auch mit Risiken verbunden.
Für mich war aber klar, wenn ich die Möglichkeit habe jemandem Leben zu schenken dann mache ich das! Der Grund hierfür ist eigentlich ganz einfach, wenn mich es mich treffen würde, wäre ich genauso glücklich wenn es einen Menschen gibt der bereit wäre mir mir zu helfen.
Zum Ablauf:
Zunächst musste ich bei meinem Hausarzt nochmal frisches Blut abgeben und an das NKR schicken. Dies wird nochmal untersucht ob die Blutgruppe nach so langer Zeit noch übereinstimmt.
Ok das hat schonmal gepasst, nun geht es richtig los.
Bevor man die eigentliche Spende durchführt wird man regelrecht von Kopf bis Fuss überprüft.
Quasi ein TÜV für den menschlichen Körper, eigenlich ganz gut wenn man wissen möchte ob man wirklich Gesund ist. Nach dieser Untersuchung gibt es einen Abschlussbericht, wenn dieser wie bei mir positiv ausfällt geht es los.
Jetzt geht es ganz schnell, denn der kranke Patient wird jetzt über einen Spender informiert und vorbereitet.
Vier Tage bevor es losgeht bekommt man ein paar Spritzen mit nach Hause die man sich zweimal täglich verabreichen muss. Das Medikament dient dazu um Stammzellen aus dem Knochenmark in das periphere Blut übertreten.
Ok das war mal richtig unangenehm, ich hätte mir die Spritzen niemals selbst gebenkönnen (Weichei ;). Meine Frau war so gut und hat dies gemacht. Ich wurde über die Nebenwirkung sehr gut aufgeklärt. Man soll sich schlapp fühlen und die Kochen sollen weh tun. JA DAS KANN ICH BESTÄTIGEN;) Parazetamol waren stets meine Begleitung.
Nun war ich bereit für die Spende.
Morgens um 7 Uhr ging es los.
Das Blut wird in einem ständigen Kreislauf aus einer Armvene durch einen Zellseparator geleitet und wieder zurückgeführt.
Das ganze dauerte nur 6 Stunden ohne Bewegung;)
Ich erwarte keinen Lob oder viel Ertrag für diesen Post.
Was ich eigentlich vermitteln möchte ist, dass wir uns darüber mal ernsthaft Gedanken machen sollten, denn es kann uns alle treffen.
Ich habe in meinem Umfeld sei es auf der Arbeit, Fussballverein oder in der Familie sehr viel Lob und Zuspruch bekommen.
Und viele überlegen sich nun typisieren zu lassen.
Glaubt mir, das Gefühl jemandem derartig helfen bzw. sogar das Leben retten zu können ist unbezahlbar.
Nun hoffe ich einfach nur das der Patient gerettet werden kann.
Über einen Resteem würde ich mich sehr freuen.
DANKE für euren Support!!
Beste Grüße
Gregor