Die Beeinträchtigung bestimmter Bereiche des öffentlichen Lebens(z.B. Finanzämter, Kitas, Unikliniken) lässt sich vermutlich nicht mehr aufhalten. Die Länder lehnen die Forderungen der Gewerkschaft Ver.di im Großen und Ganzen ab, da sie zu teuer seien.
Beteuert werde, dass mit der Bezahlung absolut nicht gegenüber der Privatwirtschaft konkurriert werden kann. Stattdessen wird auf „Qualitäten“ wie Vereinbarkeit von Job und Familie, gleichwertiger geschlechtsunabhängiger Bezahlung sowie einer besserem Abschneiden im Teilzeitbereich hingewiesen.
Dass die Bezahlung eines der Kernbedürfnisse der Angestellten ist, wird außen vor gelassen. Wer schlecht zahlt, bekommt irgendwann, wenn überhaupt, nur noch die, die sonst nirgends einen Job bekommen konnten.
Teilzeit ist seit den letzten Gesetzen kein Kriterium mehr, da alle Unternehmen ab einer bestimmten Größe einen begrenzten Anspruch auf Teilzeitarbeit gewähren müssen. Zudem kann man besonders in den neuen Ländern immer noch nicht von gleichwertigen Lebensbedingungen sprechen. Während in alten Bundesländern schneller verbeamtet wird, wird in den neuen Ländern fast niemand mehr in den Beamtenstatus gehoben.
Im Osten gibt es massivst Personalmangel. Da wurde einiges von den verantwortlichen verschlafen. Nun heißt es „Schluckt die bittere Pille oder seht zu, wie ihr klar kommt!“ Ohne Investitionen wird das nichts mehr. Weder mit dem Personal, noch mit der nächsten Wahl.
Artikel, auf den ich mich beziehe:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/verdi-chef-frank-bsirske-gibt-sich-im-tarifstreit-mit-den-laendern-hart-a-1249018.html