Russische Kampfflugzeuge haben am Mittwoch bei Einsätzen vom iranischen Stützpunkt Hamadan aus die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien angegriffen.Wie das Verteidigungsministerium in Moskau weiter mitteilte, wurden zwei Führungsstellen des IS durch Jagdbomber des Typs SU-34 vernichtet. Mehr als 150 Kämpfer seien getötet worden. Am Vortag hatten russische Bomber erstmals vom Iran aus Angriffe auf Ziele in Syrien geflogen. Russland hat Langstreckenbomber von Typ Tu-22 M3 sowie Jagdbomber vom Typ SU-34 dort stationiert.Die USA haben sich kritisch dazu geäußert. Die Stationierung der russischen Kampfflugzeuge in Iran sei bedauerlich. Man prüfe, ob dadurch die Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates verletzt würde. Sie verbietet den Verkauf, die Lieferung und den Transfer von Kampfflugzeugen nach Iran.Der russische Außenminister Sergej Lawrow wies diesen Vorwurf zurück. Sein Land habe Iran keine Flugzeuge geliefert. "Diese Flugzeuge werden von der russischen Luftwaffe als Teil einer Anti-Terror-Operation eingesetzt, und zwar mit der Zustimmung Irans und auf Bitten der syrischen Führung", sagte Lawrow.