Selten sind die Tage, an denen ich selber einen 5-Minuten-Beitrag zum Thema schreibe. Heute scheint es nötig.
Also erzähle ich mal von unserem Kinderplanschbecken. Ihr ahnt es bestimmt: rosa war das nicht. ;)
Aber es war hell- und dunkelblau und hatte Motive von Wassertieren aufgedruckt - auf der Außenseite, wenn ich mich richtig entsinne.
Diese hatte drei Kammern, die als runde Kreise den Pool begrenzten. Ein hübsches Becken für die damalige Zeit! (Ich rede von den 1980er-Jahren.)
Benutzt wurde es von den fünf Kindern meiner Generation, meistens aber waren nur vier da. Da es meinem Opa gehörte, wurde es auch nur in dessen Garten aufgebaut. Aufstellen, aufpusten, Wasser rein (mit dem Schlauch). Gelegentlich haben wir uns beim Füllen des Beckens schon selbst abgeduscht.
Apropos abduschen: von der Wiese direkt in das Becken hüpfen durften wir nicht. Mein Großvater mochte es nicht, wenn Grashalme in dem Becken waren. Also mußten wir diese ggf. selber raussammeln.
Trotzdem haben wir uns nicht immer daran gehalten und es kam doch Gras ins Becken.
Nach der Benutzung wurde das Becken wieder weggeräumt. Dazu schütteten wir das Wasser auf die Wiese, was auch noch mal ein Spaß für uns Kinder war, denn es gab nasse Füße. Umgedreht durfte das Becken trocknen, bevor es eingepackt wurde.
Die Stelle, an der das Becken stand, hat sichtbar gelitten, denn das Becken blieb meist eine ganze Weile da, zumindest einige Stunden. Und wir sind ja schon recht aktiv darin herumgeturnt.
Die Erwachsenen durften nicht im Kinderbecken baden. Es wurde also gehütet wie ein Schatz.
Irgendwann gab es ein Loch in der Wand. Vielleicht wurde auch einige Male geflickt. Jedenfalls war nach einem Loch in der Wand das Leben dieses Kinderplanschbeckens beendet. Ich war damals als älteste von über 4 Jahre geborenen Kinderm eigentlich schon zu groß und möglicherweise nicht ganz unschuldig.
Aber als Kind gibt es nichts schöneres als ein Planschbecken im Sommer.