Zugegeben, dieser Gedanke mag angesichts der jüngsten Ereignisse pietätlos erscheinen und wird sicher den Opfern der jüngsten terroristischen Aktivitäten nicht gerecht. Dennoch muss man sich fragen, ob der Terror nicht längst zum Instrument der Steuerung der Massen verkommen ist. Da wird ein Konzert angesichts einer Terrorwarnung abgesagt und ca. 90.000 Menschen lassen sich wie die Lemminge widerstandslos und artig des Platzes verweisen. Zusätzliche Überwachungs- und Kontrollmechanismen werden gefordert und installiert, die den Terror aber wohl doch nicht verhindern können. Menschen lassen sich über die Angst, die man ihnen einflößt, bestens steuern und jeder wird angesichts einer drohenden Terrorgefahr den Anweisungen der Regierung und Polizei widerstandslos folgen. Besser als über die Angst kann man die Massen nicht kontrollieren.
Merkel und Konsorten, die für die unkontrollierte Einwanderung von potentiellen Terroristen maßgeblich mit verantwortlich sind, schwadronieren derweil etwas von einem Zusammenhalt gegen den Terror, ja, man müsse jetzt konsequent als Zivilgesellschaft gegen den Terror einstehen. Doch wo bleiben die Taten zu diesen schönen Worten? Wieso werden potentielle Gefährder nicht konsequent abgeschoben? Wie war es möglich, dass man Millionen von Menschen, darunter potentielle Terroristen, unkontrolliert nach Europa reisen lassen konnte?
Und die Medien tragen ihren nicht unbeträchtlichen Teil dazu bei, die Massen in Angst und Schrecken zu versetzen. So wie sie den Menschen die Greueltaten der islamischen Terroristen unter die Nase reiben, genauso wenig zeigen sie Bemühungen die tatsächlichen Ursachen und Verantwortlichen dieser Politik zu benennen. Stattdessen üben sie sich in der Diffamierung ihrer aufgebrachten Leserschaft, in dem sie diese in das rechte Lager verorten.
Bei all diesen Widersprüchen stellt sich die Frage, wem diese ganze Entwicklung tatsächlich nützt und was die tatsächlichen Folgen dieser Politik sind: Einschränkung der Bürgerrechte und Meinungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit kann jederzeit angesichts von (konstruierten?) Terrorwarnungen eingeschränkt werden, Zensur im Internet und flächendeckende Überwachung. Schaut man sich die Konsequenzen des Terrors genauer an, so muss man sich fragen, ob die terroristischen Aktivitäten tatsächlich einer vermeintlichen Islamisierung des Abendlandes dienen, oder ob diese nicht vielmehr den Regierenden dienen, dem Volk die Einschränkung ihrer Bürgerrechte mittels Angst und Terror schmackhaft zu machen. Der sogenannten Islamisierung des Abendlandes ist der Terror jedenfalls nicht zuträglich - im Gegenteil.
Wer der Meinung ist, dass diese Theorie weit her geholt ist, der möge sich einmal mit der Rolle der Geheimdienste im NSU-Skandal, bei der RAF oder auch mit Dirk Pohlmanns Arte-Dokumentation "Täuschung - die Methode Reagan" auseinandersetzen. Eventuell gehen dem einem oder anderen die Augen auf, wie Staat und Regierungen schon immer Nutznießer terroristischer Aktivitäten gewesen sind, um die öffentliche Meinung in eine bestimmte Richtung zu lenken und wie staatliches Terrormanagement schon immer für die Umsetzung politischer Projekte genutzt worden ist. Es wäre naiv, zu glauben, dass sich Geheimdienste nicht dieser Methoden bedienen würden, um Länder zu destabilisieren oder bestimmte Meinungen innerhalb einer Bevölkerung entstehen zu lassen, die letztlich einen Bürgerkrieg provozieren könnten. Als Einstieg hierzu empfehle ich das Video von KenFM mit Dirk Pohlmann.
Wir alle müssen uns jedenfalls fragen, ob wir uns nicht längst über den allgemeinen Terror manipulieren lassen und nicht mehr in der Lage sind, die tatsächlichen Gefahren für unsere Gesellschaft, die diese terroristische Aktivitäten mit sich bringen, erkennen können.
Wem nutzt es?