Immer alleine schnorcheln gehen, macht auch keinen Spaß und vor allem ist es gefährlich, wenn ich es bin, der dies macht.
Ich neige zu Entdeckungszwang und entferne mich Tag für Tag immer weiter aus sicheren Gebieten und tauche dabei auch immer öfter tiefer und tiefer. Naja, nur bis 12 Meter, tiefer ist es hier ja nicht.
Dabei weiß ich, dass mit der Strömung hier nicht zu spaßen ist, besonders wenn man die Stunde des größten Abflusses erwischt. Da strampelt man schon mit voller Kraft und Flossen und käme ohne Zuhilfenahme der Arme nicht vom Fleck.
Aber was solls, die schönsten Korallenbänke sind nun mal gegenüber auf der Insel.
Die AO Sane beach, wo ich viele Stunden unter und über Wasser verbracht habe, ist nun leer und verlassen. Zum einen ist die Strömung direkt hinter den Korallenbänken zu stark, die Wellen bis zum Strand zu hoch und das Wasser zu trüb.
Es kann niemanden begeistern wenig bis nichts zu sehen und dafür dauernd auf die Korallen und Felsen geschleudert zu werden. Und, ganz ehrlich, so einladend sieht es bei diesen Wolken auch nicht aus. Zur Zeit ist nur morgens und abends Sonne und zu beiden Zeiten liegt die Bucht im Schatten der Berge.
Am Strand, der keiner ist , muss ich mich nach den Gezeiten richten und außerdem ist der nur zum Spazieren und Joggen gut, weil der Grund so fein schlammig ist; unangenehm, wenn der Schlamm so zwischen den Zehen durch gequetscht wird.
Und Nai Harn ist in fester Hand von fotographierenden Chinesen und balzenden Russen, der ist nur gut zum Abkühlen und Schwimmen. Dort möchte man nicht lange verweilen außer man ist Voyeur, Volleyballspieler oder Surfer.......oder Pauschaltourist, denn er liegt direkt vor einigen Hotels.
Aber es gibt sie doch, die kleinen Buchten mit dieser gesunden Mischung von Einheimischen, Touristen und Expats.
Mein derzeitiger Favorit ist die Yanui beach. Man braucht mindestens ein Moped, um da hin zu kommen, sie liegt aber zwischen Nai Harn und Rawai beach , also noch im Ort. Das ist gut, denn dann fährt man gleich in Badeklamotten hin und braucht sich um so Kleinigkeiten wie Handtuch oder Umziehen keine Gedanken machen.
Zur Zeit ist es da abends ideal zum Schnorcheln. Um diese Zeit war es die letzten Tage sonnig und man wird dort so empfangen.
Umziehen brauchen wir uns nicht, denn die Badesachen haben wir schon an, sofort rein ins Wasser. Zur Erinnerung, 30 Grad, in Ufernähe auch mal 33.
Zwischendurch war es etwas heikel, wir gerieten in die Strömung und ich musste den Retter spielen, weil ich der Einzige mit Flossen war. Aber dies war nur eine kurze Aufregung und nicht wirklich gefährlich.
Schnorcheln in der untergehenden Sonne macht schon Spaß. Auch in Strandnähe gibt es Korallen, Seesterne und ne Menge Fische. Habt Ihr eigentlich schon mal einen Babyseestern gesehen?
Seeigel gibt es leider auch ein paar und immer noch Leute, die nicht wissen, dass man da nicht drauftritt. Als wir im Wasser waren, hat es wieder einen erwischt, Notarzt , Martinshörner, das volle Programm...
So schön kann ein Sonntag hier sein, aber irgendwann ist er auch zu Ende. Hoffentlich bald wieder.
Übrigens die beiden Mädels sind
und
, nur Andrew ist noch too lazy (seine Worte), dabei hätte er als Eventmanager sicher einiges zu erzählen. Aber ich arbeite dran :))
Die Bilder sind etwas rotstichig, weil die Kamera auf Unterwasser eingestellt ist. Sorry dafür.
