Auf unserer Reise durch Sri Lanka haben uns die Teeplantagen fasziniert. Was uns dabei aufgefallen ist, dass mehr Frauen als Männer dort arbeiten. Die meisten Frauen sind etwas älter. Es arbeiten also mehr ältere Menschen auf den Plantagen als junge Menschen.
Sie arbeiten den ganzen Tag bei knallender Hitze in den Plantagen und man sieht genau, wie kräftezehrend diese Arbeit über viele Jahre sein muss. Sie leben meist nicht weit von den Teeplantagen in sehr armen Verhältnissen. Sie verdienen kaum etwas. Pro Tag je nach Pflückmenge 1-3€. Wobei 3€ ein Satz ist, den kaum jemand schafft. Davon müssen sie ihre ganze Familie ernähren. Aus diesem Grund Versuchen die Arbeiter die Möglichkeit zu nutzen, und bei vorbeilaufende Touristen für ein Foto ein kleines Trinkgeld zu verlangen. Was ich auch absolut verstehe und in Ordnung finde.
Während die Teeindustrie Milliarden im Jahr umsetzt, werden die Teearbeiter regelrecht ausgebeutet. Immer weniger Menschen wollen diese harte Arbeit verrichten und man sieht ganz genau, dass es fast keine junge Menschen dort in den Plantagen gibt. Es möchte einfach keiner mehr diese harte Arbeit verrichten.
Und genau da wird es in ein paar Jahren ein großes Problem geben. Das hat uns auch der Einheimische Fahrer erzählt. Wenn diese Generation nicht mehr da ist, die jetzt noch die Arbeit verrichtet und keine neuen Arbeiter nachkommen, wird es für die Teeindustrie schlecht aussehen. Entweder müssen die Gehälter steigen, oder es werden neue billige Arbeitskräfte aus dem benachbarten Indien kommen.
Ich hoffe sehr das die Ausbeutung, welche seit fast 200 Jahren durch den Tee hindurchläuft, bald ein Ende hat.
Zum Glück gibt es bereits erste Ansätze. Wir haben eine Teeplantage und Fabrik gesehen, die nach dem Fairtrade Handel arbeitet. Das ist schon einmal eine erste Lösung. Wir werden ab nun gezielt auf diese Fairtrade Produkte achten.
Hätte uns noch die Zeit gereicht, wären wir gerne noch zu der Teeplantage und der Fabrik, die nach dem Fairtrade arbeiten, um uns näher damit zu beschäftigen.