Der höchste Berg der bayerischen Voralpen ist der Krottenkopf. Mit über 1.400 Höhenmetern ist der Aufstieg aber konditionsmäßig relativ anspruchsvoll. Da es kurz zuvor noch geregnet hatte, wählten wir den komfortableren Weg, der beim Parkplatz der Wankbahn beginnt und über die Esterbergalm führt. Dabei wandert man die meiste Zeit auf breiten Forstwegen. Nur das letzte Stück der Strecke führt über schmale Bergpfade. Unterhalb des Gipfels gibt es zudem die gemütliche Weilheimer Hütte, die bei Insidern vor allem für die leckeren Nussecken bekannt ist.
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Genau wie bei der Wanderung auf den Wank geht es beim Parkplatz der Seilbahn los. Wir folgen den Wegweisern in Richtung Esterbergalm.
Vorbei an einer kleinen Kapelle, bei der wir auf das mächtige Zugspitz-Massiv zurückblicken können, wird schließlich der Esterberg-Talkessel erreicht. Hier hatte sich sogar ein kleiner See gebildet.
Wie man sieht geht es den Kühen hier richtig gut. Wir gehen an der Esterbergalm vorbei und erblicken schließlich das erste mal unser Ziel. Der Krottenkopf.
Als kleinen Hindernis-Bonus taucht plötzlich eine große Weide mit sehr vielen Jungbullen auf, die gerade einen ziemlichen Radau machen. Der Weg führt mitten durch die Herde und alle haben spitzige Hörner.
Als Laie ist es schwierig, zu beurteilen, was dieses gegenseitige Zu-Muhen zu bedeuten hat. Aber die Lage wirkt ein bisschen angespannt.
Die grauen Tiere rechts scheinen auf unserer Seite zu sein. Sie ergreifen schließlich die Initative und vertreiben den ersten braunen Kravallmacher. Wir bedanken uns und gehen mit genügend Sicherheitsabstand vorsichtig weiter.
Etwas später kommt eine nicht markierte Weggabelung, bei der wir nach links oben weitergehen. Von da an wird es steiler. Durch ein herrlich ruhiges Hochtal wandern wir auf einem schmaleren Bergpfad bis zur Weilheimer Hütte.
Danach geht es noch ca. 20 Minuten bei starkem Westwind steil nach oben. Zusammen mit den ersten Regentropfen erreichen wir den Gipfel. Im Norden sieht es noch recht freundlich aus. Das schöne Tal lädt geradezu ein, in diese Richtung weiterzuwandern.
Aber im Westen ist schon zu sehen, dass viel Feuchtigkeit auf dem Weg zu uns ist.
Schnell zurück zur Hütte zu Kaffee und Kuchen...
(Ja, die Nussecken schmecken wirklich hervorragend und nein, es gibt kein Foto davon. 😉)
Bei Abstieg überrascht uns dann ein aufklarender Himmel. Leider war es schon zu spät um nochmal nach oben zu gehen.
Na gut, dann muss ich halt noch mal bei schönerem Wetter auf den Krottenkopf.