Die Kramerspitz liegt nordöstliche von Garmisch-Partenkirchen und bietet eine traumhafter Aussicht auf die Stadt, die Waxensteine, Alpspitze und das Zugspitzmassiv.
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Zuerst spazieren wir durch das schöne Garmisch zum Ausgangspunkt bei der Bayernhalle. Wir wussten schon, dass die Tour recht lang werden wird. Mit 5 Stunden Aufstieg, die das Schild anzeigt, hatten wir aber doch nicht gerechnet. Beschreibungen im Internet geben eine kürzere Zeit an. Da es schon Mitte Oktober ist könnte es etwas knapp werden, bis zum Sonnenuntergang wieder unten zu sein. Aber wir gehen einfach mal los.
Die Wege nach oben sind gut ausgebaut und abwechslungsreich.
Nach ca. 800 Höhenmetern müssen wir uns entscheiden. Schaffen wir es noch bis zur Kramerspitz oder gehen wir doch zum niedriger gelegenen Königstand. Nach kurzer Diskussion biegen wir entschlossen nach links ab. Danach wird der Pfad noch schmaler und steiler. Oben auf dem Kamm angekommen geht es über den Grat weiter.
Es ist gar nicht so einfach, sich auf den Weg zu konzentrieren wenn sich links eine so schöne Aussicht präsentiert.
Schließlich erreichen wir einen Gipfel, der auf der Karte als Mittgern bezeichnet ist. Das Ziel ist schon in Sicht, aber die Sonne auch verdächtig tief, und wir können nicht genau abschätzen wie lange die restliche Strecke noch dauert. Wir stimmen ab, ob wir weitergehen sollen. Zwei sind dafür, zwei sind für umkehren. Da setzen wir uns erst mal hin und essen was.
Währenddessen kommen uns andere Wanderer entgegen, die uns vorschwärmen wie schön es auf dem Gipfel ist und dass es gar nicht mehr so lange dauert. Wir erfahren auch, dass der Abstieg über die Stepbergalm schneller geht und weniger steil ist. Das gibt uns schließlich den Impuls.
Nach nur 30 Minuten sind wir auf dem Gipfel angekommen. Es hat sich gelohnt. Hier die Aussicht auf Garmisch-Partenkirchen.
Und die traumhafte Rundumsicht.
Beim Abstieg geht es zunächst eine schottrigen Weg steil nach unten. Nach ein paar Metern wird der Pfad aber angenehmer. Schließlich kommt man auf einem breiten Hang zur Stepbergalm.
Darauf trinken wir erst mal was.
Der restliche Pfad ist gut ausgebaut. Die ganze Strecke ist das beeindruckende Zugspitzmassiv im Blickfeld.
Und schließlich geht die Sonne doch noch unter. Jetzt haben wir es aber schon fast geschafft.
Als letztes Highlight begegnen wir diesem Schild: "Militärischer Bereich. Warnung Betreten auf eigene Gefahr". Wir hoffen aber, dass and diesem Freitag Abend nicht mehr so viele militärische Aktionen zu erwarten sind.