So ähnlich sah es aus, als ich mit dem guten den Kahlenberg bei Wien bestieg um in einem Heuriger (Gastwirtschaft in der Nähe eines Weinberges) lokale Köstlichlkeiten zu mir zu nehmen. Das Wetter war blendend, die Stimmung zwischen stayout und mir auch. Zwei "alte Brieffreunde" trafen sich zum ersten Mal.
Generell ist die Stadt Wien weiterhin von der Coronangst überschattet. Im Zweifel braucht man 3G um ohne Stops in Restaurants und Bars zu gelangen. Diskotheken eher 2G? Was bei den aktuellen gültigelkeiten von Antigen und PCR Test (24h und 48h) auf 1G hinausläuft. Dank dem guten Wetter konnte man auf ausgedehnte Stadtpaziergänge ausweichen. Warme Mahlzeiten gab es notfalls auch von einem Wiener Würstandl.
Fährt man mit dem Auto 3h Richtung Osten, interessiert Corona niemanden mehr. In der Budapester U-Bahn trägt man Maske auf Eigenverantwortung. Einige internationale Ketten weisen zwar mit Stickern darauf hin. Mit Nachdruck wird diese Regelung jedoch überhaupt nicht verfolgt. Trotzdem sterben da die Menschen nicht. Die Doppel-Impfquote beträgt ungefähr 58% (Our world in data). Eine Selbstverständlichkeit wurde hier zum Genuss.
Falls Deutschland auf 1G hinausläuft, werde ich wohl mein kulinarisches Nachtleben in das "Grand Hotel Budapest" verlegen. Im "Post-Bundestagswahl-Lockdown" kann ich dann schon einmal anfangen, Ungarisch zu lernen. Diese Sprache wird einem garantiert NICHT hinterhergeworfen.