Bin ebenfalls kein Experte, aber wenn ich das richtig verstehe, hat weder die FMA noch das FA zur Zeit eine Möglichkeit deine Trading-Gewinne von reinen Crypto-Börsen (ohne KYC-Identifizierung) direkt zu prüfen. Bei den großen Börsen ist aber davon auszugehen, dass die gesammelten Kontobewegungen der Nutzer an der Börse gespeichert werden und auf Verlangen auch an die Finanzbehörden weitergeleitet wird, in so fern gilt hier sicher ehrlich währt am längsten.
Wenn du als Gewerbetreibender für deine Ware/Dienstleistung Cryptos akzeptierst ist das etwas anderes, weil du ja auch "theorätisch" in Naturalien (Eier, Zigarretten, Hausgemachtes,.... ) bezahlt werden könntest, und du deine Ware ursprünglich ja immer in der gesetzlich als Zahlungsmittel anerkannten Währung auspreisen musst. Daher wird hier einfach "alles" als Fremdwährung angesehen bzw. bewertet.
Zurück zu deiner Frage:
Da ich deinem Artikel entnehme, dass du dich fragst wie du die Steuerpflicht umgehen/reduzieren kannst. Hier mal etwas ganz unorthodoxes ... Bitcoin (wie viele andere Cryptos auch) haben eine öffentliche Blockchain, in der mit entsprechendem Aufwand (Software), alles jederzeit bis zum ursprünglichen Mining des Coins zurückverfolgt werden kann. Dem kann man zwar durch Mixing einiges an Schärfe nehmen, aber es bleibt dabei (mit entsprechend größerem Aufwand .... ich gehe ehrlichgesagt davon aus, dass die mixing-Dienste als erstes verboten werden, sobald eine effektive Regulierung in Reichweite der Behörden kommt).
Wegen dem USDT:
Es ist bei weitem nicht so dass der USD zum EUR stabil ist. Im Laufe eines jahres kannst du hier deine ehemaligen Gewinne wieder deutlich kürzen oder auch erhöhen (im Jahresverlauf sind 20% Wertzuwachs oder -verlust nicht unüblich) also überlege dir das mit dem USDT genau. Ich würde ihn nur nutzen um kurz- oder mittelfristig aus Cryptos auszusteigen um später wieder einzusteigen ohne das Geld von der Crypto-Börse abziehen zu müssen. ... aber das ist natürlich ein ganz anderes Thema
RE: Kryptowährungen Versteuern – Euer Wissen ist gefragt!