Weckerläuten 6 Uhr 30
Schlummern, das wär’s jetzt, einfach weiterstellen die Uhr
Doch mit kann nur, wer aufsteht fleißig
Mit auf meine erste Schitour
Tapse verschlafen rüber zum Kühlschrank
Fühl’ mich jetzt schon wie halbtot
Doch es kommt noch schlimmer, das Entsetzen ist blank
Alles was ich finde – 2 Scheiben Knäckebrot
Sachen gepackt, rein in den Tourenbus
Zwei Stundenfahrt durch den Morgenverkehr
Dann zwischen Bergen und Feldern wie es in Österrecich sein muss
Dass dann die Vorfreude kommt, fällt nicht schwer
Endlich angekommen, rein in die steifen Schuh’
Lawinenpiepser umgehängt mit ernster Instruktion
Sieht nicht so weit aus, das schaffen wir im Nu
Los geht’s mit großer Motivation
Erst noch recht zaghaft
Schon komisch so lange Dinger am Fuß
Aber macht doch nichts, ich hab’ ja Kraft
(Haha- an dieser Stelle an mein Ego ein Gruß!)
Wundervolle Schneelandschaft
Vereiste Bäche und weiße Bäume
Na, wenn man’s da nicht locker schafft
Durch jedermanns schönster Winterträume
7 Kilometer, schon fast halber Weg
Fehlen nur noch 600 Höhenmeter nach oben
Doch verlassen wir nun den schön platten Steg
Nun ist dann Schluss mit dem Landschaft loben
Puh – jetzt melden sich die Beine
Waden, Oberschenkel, wo ist die Muskulatur?
Auch Motivation fühle ich keine
Und mein Magen sagt laut „Knurrr“
Tja, an Umkehren ist nicht zu denken
Dafür ist es jetzt zu spät
Durchbeißen, den Blick nach vorne lenken
Ob ich den Gipfel je erleb?
Immer größer wird der Schmerz
Jeder Schritt wird nun zur Qual
Auch fühl ich klopfen wild mein Herz
Warum tu ich das – ich hatte doch die Wahl!
Pause alle 50 Schritte
Großen Fortschritt sehe ich keinen
Immer langsamer werden die Tritte
Möchte nur mehr am Boden liegen und weinen
Könnte toben, heulen, fluchen
Warum bin ich nur so stur!
Muss immer das große Abenteuer suchen
Nie wieder eine Schitour!
Plötzlich dann, ein Gipfelkreuz in Sicht
Oder ist es schon Delir?
Nein, ob ich’s glaube oder nicht
Es scheint, wir wären endlich hier
So groß ist das Glück
Ich hab’s geschafft!
Blicke auf den langen Weg zurück
Mit letzter verbleibender Kraft
Endlich etwas zu essen
Wasser war noch nie so gut!
Verschlinge diese Delikatessen
Während von den Zehen tropft mein Blut
Doch nur kurz ist der Genuss
Eisiger Wind lässt meine Finger erfrieren
Mit dem Ausrasten ist wieder Schluss
Will mein Glück nicht überstrapazieren
Also geht’s jetzt wieder bergab
Im feinsten Powder-Schnee
Huch – ein Baum, das war knapp
Und unten sind wir, ehe ich mich verseh
Und das Resumée dieser Geschicht?
Ich weiß nach dieser Prozedur:
Überschätze deine Kräfte nicht!
Trotzdem: Wann startet die nächst Tour?
Großen Dank
an für diese Challenge, hat großen Spaß gemacht!
An Euch, liebe Leser
Schaut bei der Challenge vorbei, es wurden bereits tolle Beiträge gepostet! Gewertet wird mit einer Punktevergabe (1-10) von EUCH unter den Posts! Also votet fleißig und ich freu mich natürlich auch über den ein oder anderen Punkt ;)
Liebe Grüße,
Co-co