Vielleicht geht es dir wie mir damals. Du googelst in regelmäßigen Abständen nach der richtigen Diät und dem richtigen Sportprogramm für dich und probierst alles mögliche aus. Nur um endlich zufrieden mit deinem Körper zu sein.
In diesem Artikel verrate ich dir ein paar Tipps und Tricks, wie es mir gelang in einem Jahr 10 Kilo abzunehmen und zusätzlich Muskeln aufzubauen.
Meine Dauer-Beach Body Routine- So fühlst du dich das ganze Jahr über wohl in deinem Körper
Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass die nachfolgenden Tipps auf persönlichen Erfahrungen beruhen. Vielleicht ist das der richtige Weg für mich, was nicht bedeuten muss, dass es auch der richtige Weg für dich ist. Bitte höre immer zuerst auf deinen Körper, bevor du dich an Artikeln oder Ratgebern orientierst. Denn nur du weißt, was das beste für dich ist und an welchem Punkt du gerade im Leben steht. Wir alle sind unterschiedlichen Alltagssituationen ausgesetzt und haben unterschiedliche Rhythmen. Wenn du also den ein oder anderen Tipp aus diesem Artikel für dich umsetzen möchtest, achte darauf, dass du weiterhin deinem individuellen Rhythmus folgst. So wirst du die besten Ergebnisse erzielen und dir selbst treu bleiben.
Das Streben nach Schönheit und Perfektion begann bei mir bereits als Kind. Meiner Mutter war es wichtig, dass ich stets perfekt gekleidet bin. Bereits als Baby trug ich immer die ausgefallensten Kleidchen und trug Kopfschmuck, der mit Klettverschluss befestigt werden musste, weil ich noch keine Haare auf dem Kopf hatte. Also genau genommen, begann die Programmierung auf Ästhetik schon im Babyalter. Das hatte zur Folge, dass ich mich später immer mit anderen verglich. Und das wirkte sich auch auf meine Figur aus. Meine erste Fitnessstudio- Mitgliedschaft schloss ich, mit Erlaubnis meiner Eltern, mit 14 ab. Während andere Mädchen in meinem Alter sich zum spielen verabredeten, hatte ich meine Fitness-Freundinnen, mit denen ich mich nach der Schule zum Trainieren traf. Verrückt, oder?
Im Erwachsenenalter ist aber alles etwas schwieriger geworden. Der Stoffwechsel ist langsamer, wir sitzen viel in unseren Jobs, im Auto, in der Bahn, brauchen Fitnessuhren, um wenigstens auf ausreichend Schritte am Tag zu kommen, essen unter Stress usw. Dabei geriet unser Körper total aus der Balance. Das zeigt sich an unregelmäßigen Fettablagerung. Bei dem einen an der Hüfte, bei dem anderen am Bauch. Wir haben alle unsere „Problemzonen“.
Was man in der Regel dagegen tut, ist erstmal zu googeln. Wie werde ich Bauchspeck los? Wie bekomme ich einen Apfelpo? Wie nehme ich an den Beinen ab? Damit versuchen wir unseren unausgeglichenen Körper mit Druck ins Gleichgewicht zu bekommen. Also Balance durch Druck. Ist das eine Gleichung, die aufgehen kann?
Meiner Meinung nach ist es wichtig, den Körper im Ganzen zu betrachten. Es ist nicht möglich an bestimmten Stellen deines Körpers abzunehmen. Genauso wenig halte ich von der Aussage, dass 80 % die Nahrung und nur 20 % Sport einen perfekten Körper ausmachen sollen. Oder kennst du jemanden, der einen trainierten Körper hat, nur weil er sich gesund ernährt? Genauso sieht es umgekehrt aus. Jemand der viel Sport treibt ist nicht unbedingt schlank. Die Balance macht es. Ernähre dich möglichst gesund und bewege dich möglichst viel. Im Prinzip ist das auch schon die einzige Zauberformel.
Aber nun zurück zu meiner „Abnehm-Story“. Ich habe die letzten Jahre damit verbracht mich selbst für meinen Körper zu hassen. Denn egal wie viel Sport ich machte, ich nahm einfach nicht ab. Ich ging 5 mal die Woche laufen und ernährte mich vegan. Aber nichts schien zu helfen. Irgendwann vermutete ich sogar Krankheiten, wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine krankhafte Fettdepots. Dabei machte ich einfach nur ein paar Kleinigkeiten falsch. Ich aß das falsche zur falschen Zeit und trainierte nicht effizient.
Hier sind Tipps, die dir zu deinem Dauer-Beach-Body verhelfen
- Bewege dich so oft zu kannst
Bewegung ist das A und O für deinen Stoffwechsel. Plane die Bewegungseinheiten in deinen Alltag ein. Fahre zum Beispiel mit dem Fahrrad zu Arbeit, laufe ein paar Bahnstationen zu Fuß oder geh nach dem Abendessen noch eine Runde spazieren. Es müssen nicht immer intensive Trainings sein. Jegliche Art der Bewegung verbrennt Kalorien und macht fitter.
- Kohlenhydrate nach 18 Uhr
Ja bitte! Warum auch nicht? Letztlich kommt es nur auf die Gesamtbilanz an Kalorien an, die wir über den Tag zu uns nehmen. Achte darauf, wann es dir gut tut Kohlenhydrate zu essen. Ich persönlich esse Kohlenhydrate nur nach dem Training. Also meistens abends. Und nur in unverarbeiteter Form, wie Kichererbsen oder Linsen. Und da wären wir auch schon beim nächsten Punkt.
- Esse Lebensmittel und keine Produkte
Früher habe ich oft veganes aber verarbeitetes Zeug gegessen. Je öfter ein frisches Lebensmittel Prozesse durchläuft, desto weniger Nährstoffe hat es im Endeffekt und wird letztlich zu einem Produkt. Verzichte auf Produkte und esse möglichst viele Lebensmittel. Ich ernähre mich hauptsächlich von Lebensmitteln. Das einzige was in meinem Ernährungsplan verarbeitet ist, ist die Hafermilch in meinem Frühstücksbrei und der Tofu in meinem Salat.
- Hab keine Angst vor Gewichten
Ich persönlich erziele die besten Ergebnisse mit einer Kombination aus Kraft- und Ausdauersport. Wenn du meinen Blog regelmäßig liest, weißt du, dass ich viel vom Crossfit-Konzept halte. Kurze, intensive Einheiten unter Verwendung von möglichst hohen Gewichten. Wenn es keine Crossfit-Box in deiner Nähe gibt, trau dich im Fitnessstudio ruhig mal an die Langhanteln und Kettlebells. Du wirst sehen, wie schnell sich dein Körper verändert!
- Mach dir bewusst warum du isst
Mir ist aufgefallen, dass ich oft nicht esse, weil mein Körper es braucht, sondern weil mein Kopf es braucht. So habe ich oft aus Langeweile oder Stress gegessen. Solltest du das nächste mal ein Heißhungerattacke haben, frage dich, was der Grund dafür ist und ob du die Leere in dir nicht auch ohne Essen aushalten kannst. Langweile und Stress sind übrigens zwei Extreme, die nicht unbedingt bekämpft werden wollen. Programmiere dich neu, indem du dir dein Verhalten bewusst machst.
Ich hoffe dir mit diesen Tipps die ein oder andere Anregung zugeben. Aber verrat mir doch auch gern deine Erfolgsformel, lieber Steemian :)
Love,
Susanna