So ein bisschen haben wir uns daran gewöhnt, an der Pommes-Bude, bei Veranstaltungen und sogar bei privaten Feiern wird Einweggeschirr benutzt.
Das ist echt praktisch für die Gastgeber, aber verursacht große, meist problematische Müllberge. Außerdem wird es bei Grossveranstaltungen schwierig mit der Mülltrennung, denn verschmutzte Teller landen meist im Restmüll.
Spülmobil
Das Problem hat man schon vor Jahren erkannt und immer mehr Gemeinden haben ein Spülmobil angeschafft. Neben dem kompletten Geschirr für eine große Anzahl Personen ist der Anhänger auch gleich mit einer professionellen Spülmaschine ausgestattet (2-3 Minuten pro Ladung).
Sogar in unserer kleinen Gemeinde kann man das Spülmobil für Feiern ausleihen und seinen Gästen Porzellan statt wackeliger Papp- oder Plastikteller bieten.
kompostierbares Einweggeschirr
Damit waren wir schon auf einem guten Weg.
Waren deshalb weil jetzt mit viel Tamtam kompostierbares Einweggeschirr präsentiert wird. Alles ganz umweltverträglich produziert, transportiert und anschließend kompostierbar.
Und dennoch es wird nur einmal verwendet. Außerdem ist es auch noch deutlich teurer als konventionelles Einweggeschirr.
Partyteller
Da macht es finanziell und ökologisch viel mehr Sinn Porzellan zu benutzen. Bei größeren Veranstaltung via Spülmobil und für Zuhause schafft man sich vielleicht sogar ein paar (Party-)Teller im Ausverkauf an. Die können viele Jahre genutzt werden und wenn einer kaputt geht leidet nicht das gute Porzellan.
Da schmeckt doch auch das Essen viel besser.
ToGo-Becher
ToGo-Becher werden (leider) immer beliebter. Mittlerweile kann man neue, leere ToGo-Becher schon im Supermarkt kaufen. Diese ToGo-Becher sollen dann auch mehrfach genutzt werden. Warum dann nicht gleich einen ordentlichen Thermo-Kaffeebecher?
Da muss dann wohl mehr dahinter stecken als nur die einfachere Verpackung.
Gebot, Verbot, Vernunft
Im Land Salzburg gibt es ab Juni 2018 ein Mehrweggebot, das die Nutzung von Einweggeschirr stark einschränkt.
In Frankreich wird es sogar ab 2020 ein Verbot von (nicht kompostierbares) Einweggeschirr geben.
Vereinzelt haben Laufveranstalter auf Mehrweg umgestellt. Zwar sind es festere Plastikbecher, aber die werden alle schön eingesammelt und im nächsten Jahr wieder verwendet. Eine durchaus vernünftige und sicher auch preiswerte Lösung.
Wo habt Ihr Mehrweg statt Einweg erlebt?
Habt Ihr weitere Tipps zur Müllvermeidung oder Kommentare? Wir würden uns freuen.
Lydia vom EULE Team
eule.eifel.com
PS: Unser Vortrag am 23. April 2018 um 19:30 im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch: "Besser leben durch Müllvermeidung"
Tipp-Liste
Tipp 1: "Seifenstücke statt Duschgel, Flüssigseife und Shampoo"
Tipp 2: "eBook Reader, Leihbücherei, Bücherschränke"
Tipp 3: "Mehrweg- statt Einwegflaschen oder Dosen"
Tipp 4: "Einkaufstaschen und Stoffbeutel"
Tipp 5: "Stoff statt Papier für die Hygiene"
Tipp 6: "Dinge länger nutzen"
Tipp 7: "Reparieren statt wegwerfen"