Obwohl Heidelberg praktisch ums Eck ist, haben wir der sogenannten „Perle des Städtetourismus“ erst in diesem Jahr einen Besuch abgestattet. Doch dafür gleich zweimal. Schon im Juli zog es uns für eine spontane Auszeit am Wochenende raus aus dem Kessel und rein ins idyllische Heidelberg. Wenn wir diese Stadt in kurzen Worten beschreiben müssten, dann mit heimeligen Gassen, Neckarzauber, Dichter-Dasein und Tourismus, viel Tourismus.
Als wir Ende August erneut für einen Tag dort waren, vervollständigten wir unsere To-Do-Liste mit Inspirationen für einen kurzen Wochenendtrip:
Das Heidelberger Schloss – märchenhafte Ruine und Touristenmagnet zugleich. Es thront förmlich über der Stadt und fällt sofort ins Auge. Wer kann, sollte einen Fußmarsch nicht scheuen und die 313 Stufen in Angriff nehmen. Aber keine Panik! Es gibt auch Alternativwege, die etwas weniger steil sind oder aber die Bergbahn, schon ab 5€ pro Person. Allein für die Aussicht, ist der Aufstieg lohnenswert.
Bei unserem ersten Besuch im Juli wurden wir überrascht – von der Heidelberger Schlossbeleuchtung mit Brillant-Feuerwerk. Dreimal im Jahr findet dieses Spektakel statt und inszeniert ein tolles Farbenspiel am Himmel. Zuerst wird das Schloss in rotes Licht getaucht. Eine Erinnerung an dessen Zerstörung durch die Franzosen im 17. Jahrhundert. Anschließend beginnt das Feuerwerk über der Alten Neckarbrücke. Wer es noch nicht gesehen hat, es lohnt sich!
Wer nach Heidelberg geht, muss ihn gelaufen sein. Die Rede ist vom Philosophenweg. Er gilt als einer der schönsten Spazierwege Deutschlands und ist ca. 2 Kilometer lang. Die Sicht reicht weit über die Stadt und kleine Grünanlagen mit Parkbänken laden zum Verweilen ein. Einst liefen dort bekannte Größen wie Goethe, Mark Twain und Joseph von Eichendorff entlang. Der Weg verfügt über zwei verschiedene Aufstiege. Hinter der Alten Brücken liegt der Schlangenweg, welcher direkt auf den Philosophenweg führt. Oder aber vom Heidelberger Stadtteil Neuenheim aus, über einen schmalen Weg, hinauf zum Heiligenberg. Wir sind sowohl am Tag als auch in der Dämmerung den Weg von beiden Seiten aus gelaufen. Steil sind beide Aufstiege, doch ist die Aussicht bei Dunkelheit noch beeindruckender.
Ein kleines Päuschen legten wir im Moro Caffé und Thé in der Altstadt ein. Darauf aufmerksam wurden wir durch den Heidelberger-Blogeintrag von Lillies Diary. 40 unterschiedliche Kaffeemischungen sowie 150 Tee-Blends soll es dort geben. Das machte uns neugierig und wir überzeugten uns selbst. Und tatsächlich: Ein kleines Café, mit einer großen Auswahl an leckerem Kaffee und Kuchen. Nur zu empfehlen!
„Frühstücken wie ein Kaiser und Abendessen wie ein Bettler“. Ein bekanntes Sprichwort, doch in unserem Fall wohl eher nicht zutreffend. Sowohl morgens als auch abends speisten wir wie die Kaiser. Hier unsere kulinarischen Inspirationen:
Klingt Französisch und ist es auch. Ein französisches Restaurant und Café im Heidelberger Stadtteil Neuenheim. Schon auf dem ersten Blick hat es dieses „Pariser Café Flair“ mit gemütlichen Plätzen an der Sonne. Das Frühstück hält alles bereit, was das Herz begehrt. Der Besitzer bedient die Gäste persönlich und trotz vollem Haus, mussten wir nicht lange auf das Essen warten. Für uns ein kulinarisches Highlight an diesem Wochenende.
Auch zum zweiten Mal konnte sich das Frühstück sehen lassen. Diesem Restaurant liefen wir nur durch Zufall über den Weg. Dank unserer verpassten Ubahn (die sonntags nur alle 30 Minuten fährt), begaben wir uns zu Fuß auf die Suche nach einer Brunchmöglichkeit. Fündig wurden wir schließlich im urban-kitchen. Ein hippes Restaurant im alternativen Stil mit einem riesigen Brunch-Buffet. Obwohl wir weniger die Buffet-Esser sind, waren wir in diesem Fall positiv überrascht. Von frischen Brötchen, Croissants, Brezeln über Lachs mit Meerrettich, verschiedenen Käse- und Wurstsorten bis hin zu Pancakes, Obstsalaten und Bircher Müsli.
Super zentral gelegen, doch keine Touristenfalle! Direkt an der Alten Brücke befindet sich ein gelbes Haus – das Wirtshaus zum Nepomuk. Hier reservierten wir schon im Voraus einen Tisch. Was auf jeden Fall auch gut war, denn der Andrang an Gästen war groß. Ob Vor- oder Hauptspeise – das Essen war ein wahrer Genuss. Preislich etwas gehobener, aber völlig im Rahmen.
Zufälle sind oftmals die schönsten Überraschungen. Etwas planlos liefen wir durch die Gassen auf der Suche nach etwas Essbarem. Und tada da war es: Die Weinstube Café Burkhardt. Einmal Raviolo auf Butter-Salbei-Soße und Lammfilet mit getrüffelten Gnocchis, Jus und Pfifferlingen bitte! Mhmmm lecker – wir schweigen und genießen.