Gestern Abend, auf meinem Spaziergang mit Khira fand ich auf der Wiese einen schlaffen Fußball. Zumindest sah es von weitem so aus.
Beim näher kommen war mit klar, das ich einen seltenen Riesen Wiesen Bovist gefunden hatte. Zwei Meter daneben stand gleich noch einer. Da meine Frau zu Hause bereits das Abendessen vorbereitete (gebratenes Hähnchenbrustfilet und überbackenen Blumenkohl), nahm ich nur einen mit.
Übrigens, wenn du das gleiche Glück hast und so ein Exemplar findest, achte darauf das der Pilz innen noch schlohweiß ist. Ältere Exemplare, die innen bereits gelb oder braun sind, schmecken nicht mehr.
Die empfohlene Zubereitungsart für den Riesen Bovist ist, dicke Scheiben wie Schnitzel panieren und in Fett ausbacken. Da jedoch kein Panniermehl im Haus war, hab ich die Scheiben einfach mit etwas Ghee in der Pfanne gebraten.
Gewürzt mit frisch gemahlenen Peffer, Salz und ewas Gewürzmischung für Lamm hatten wir wenige Minuten später eine köstlich zarte Delikatesse auf dem Teller.
Also, haltet beim Spaziergang die Augen offen, besonders am Tag nach Regenfällen. Tags zuvor hatte ich am gleichen Ort noch nichts bemerkt. Anscheinend braucht der Pilz nur 24 Stunden um den großen Fruchtkörper aus der Erde zu schieben. Wenn der Riesen Bovist nicht geerntet wird, reifen in ihm bis zu sieben Billionen trockene braune Sporen heran, die schließlich durch den Wind verbreitet werden.