Finale! OhoooooooooOO! Finale!
Gestern waren wir auf dem Finale der "European Street Food Awards" in Saarbrücken. Dort gab es Stände aus 16 verschiedenen Ländern und teilweise waren die Finalisten bis zu vier Tage mit ihren Wagen angereist.
Nachdem wir 4 Euro Eintritt gezahlt hatten, ging es los. Wir gingen einmal über den Platz und schauten uns alle Stände an, auf der Suche nach dem Gericht, das uns am meisten Wasser im Mund zusammenlaufen lies.
Raclette Baguette vom Wikinger
Nach der ersten Runde waren wir uns sicher, dass wir unsere Kriterien wohl doch etwas ändern mussten. Denn dort wo es am leckersten roch, war auch üblicherweise die längste Schlange. Wir waren schon ziemlich hungrig und entschieden uns für einen Kompromis. Ein leckeres Essen, bei dem die Schlange nicht zu lange ist. Die Wahl fiel auf den Stand aus Norwegen. Die Jungs boten Baguette mit Käse an. Und zwar mit Raclette Käse! Eine leckere Idee, schließlich lieben wir Raclette. Also haben wir uns angestellt, weil die Schlange auch recht kurz erschien. Dann kam die Ernüchterung. Die Norweger kassierten einfach jeden ab und gaben handgeschriebene Zettel mit einer bloßen Nummer drauf. Wir hatten Nummer 35. Vor uns waren noch über 15 Leute.... Nagut. Es ging dann trotzdem recht schnell. Nach circa 30 Minuten hatten wir unser Baguette für 12 € in den Händen. Zusätzlich zum Käse gab es ein paar Gurken und Silberzwiebeln im Baguette. Lecker. Aber ich hatte schon kräftigeren Raclette. Hier ein Video vom Stand:
Koreanische Corndogs
Der erste Hunger war gestillt und wir schauten nochmal beim koreanischen Corndog Stand vorbei. Dort war immer noch eine lange Schlange. Aber sie war ein bisschen kürzer geworden. Ich wollte schon immer mal einen Corndog essen. Also stellten wir uns an. Ich entschied mich für einen normalen Corndog mit Wurst und spicy Majo, während meine Frau eine Mozarella Füllung mit Sweet Chili Soße wählte. Nach wiederum circa 30 Minuten anstehen hielten wir unsere Corndogs in den Händen. Richtig lecker! Besser als gedacht😊. Aber meine Frau hatte natürlich wieder die bessere Wahl getroffen 😅. Insgesamt haben wir 17 € für die beiden Dinger bezahlt.
Durst
Das trieb den Durst in die Höhe und wir gönnten und erstmal - trotz der hohen Preise - etwas zu trinken. Pro 0,33 Cola-Flasche 3,5€. Das Festival ist alles andere als günstig.
Burger mit Pastrami
Zwischendrin gab es dann noch einen Burger mit Pastrami, Gurken und Dillmajo. Das war nicht so geil und davon habe ich vergessen ein Bild zu machen. 😅 Anscheinen wusste ich schon, dass der nicht so geil wird.
Polnische Churros
Zum Schluss ging es dann zum Stand aus Polen. Dort gab es nämlich Churros! Eigentlich machen wir in Deutschland einen Bogen um Churros, weil die meistens sehr schlecht gemacht werden und wir die Originalen aus Spanien gewohnt sind, aber wir haben den Polen eine Chance gegeben. Der Preis war unerhört mich 1€ pro Churro, aber sie waren ganz okay. Wir haben die natürlich mit Nutella gegessen. Zumindest haben wir das bestellt. Denn die Schokosoße im Becher hatte keinen typischen Nutella-Geschmack. Das kann aber daran liegen, dass es in Polen gekauft wurde. 🤷♂️. 10 € haben wir für 10 Stück bezahlt.
Alles in Allem waren wir zufrieden. Wir mussten noch wählen für welchen Finalisten wir abstimmen. Da der Corndog-Stand anscheinend gar nicht Teil des Finales war und außer Konkurrenz war, entschieden wir uns für die Churros. Leider haben die nicht gewonnen 😶.
Luft nach oben
Ich würde das Konzept dieses Festivals verfeinern. Teilweise war es sehr unübersichtlich. Man wusste nicht, wo es was gibt, und wie die Bestellung funktioniert. Warum baut man da keine App, wo der Lageplan hochgeladen wird und wo jeder Stand inklusive seiner Gerichte mit Bildern eingetragen wird? Über die App hätte man auch abstimmen können. Gleichzeitig hätte man Mailadressen von Kunden sammeln können für künftige Veranstaltungen. Außerdem sollten sich der Veranstalter ein Konzept für die Musik überlegen. Es ist echt anstrengend, wenn jeder zweite Stand eigene Hardcore Techno Musik spielt und man in der Schlange von 4 verschiedenen Ständen bespielt und von einer Nebelmaschine geräuchert wird. Ein einheitliches Bestellkonzept wäre auch was schönes.
Das sind aber nur Kleinigkeiten. Insgesamt ein schönes Festival und ich freue mich auf nächstes Jahr!