Ein leidiges Thema, das wohl alle Eltern kennen. Bei manchen früher, bei manchen später, kommt irgendwann der Moment, an dem Gemüse für Kinder plötzlich "bäh" ist.
Ich würde nicht darüber schreiben, wenn ich diese Situation nicht selbst kennen würde. Aber nett formuliert: meine Tochter hat schon einen sehr starken eigenen Willen. Und das heißt natürlich auch, dass sie genau weiß, was sie will (am liebsten Süßigkeiten!) und was nicht (so wenig wie möglich Gemüse!).
Zum Glück weiß ich mir (okay, manchmal zumindest) da zu helfen. Hier kommen also meine "ultimativen" Tipps:
1. Vorbild sein
Logisch, denn Kinder werden von niemandem so stark geprägt wie von ihren Eltern. Also Hand aufs Herz: Was isst du selbst lieber: Gemüseeintopf oder Nudeln? Und wie oft hat das Kind vielleicht schon den Papa über das Abendessen meckern hören? Ein "Och nö, bitte kein Gemüse!" hört man nämlich zumindest bei uns nicht selten auch den Herrn des Hauses sagen. Für mich Grund genug, mit ebendiesem ein Hühnchen zu rupfen. Denn das Kind kopiert natürlich fleißig. Und außerdem: Wenn selbst mein Papa das nichts essen will... dann probier ich das lieber auch nicht. Kann ja nicht gut sein.
2. Vorlieben herausfinden
Inzwischen habe ich für mein Kind herausgefunden: es mag einfach kein bzw. kaum warmes Gemüse. Wann immer wir zusammen kochen, schnabuliert sie währenddessen alles möglich weg: rohe Pilze, Tomaten, Kohlrabi, Möhren, sogar Zucchini isst sie gerne roh. Aber wehe, man macht es warm... dann wird meistens nichts mehr angerührt. Aber gut, soll sie doch. Seitdem ich das weiß, packe ich ihr oftmals beim Kochen einfach ein bisschen Gemüse zur Seite. Dann essen wir Eltern es warm und sie eben roh. Auch gut!
3. Mithelfen lassen
Mit noch nicht einmal 2 Jahren bekam unsere Tochter letztes Weihnachten ihren eigenen Sparschäler geschenkt. Wahrscheinlich das beste Geschenk überhaupt. Ein eigenes Messer hat sie auch. Und wenn ich koche, kommt sie nicht selten in die Küche geflitzt mit den Worten "Ich will auch mithelfen! Darf ich das Kindermesser?". Und Selbstgemachtes schmeckt bekanntlich viel besser! Außerdem greift bei uns hier auch wieder die zweite Regel. Denn während des Zubereitens isst sie meist mehr (roh) als wenn es dann eigentlich fertig ist (warm).
4. Hübsch anrichten
Das Auge isst schließlich mit, vor allem bei Kindern! Inzwischen ist unsere Tochter leider in einem Alter, in dem es ihr meist herzlich egal ist, ob ich die Gurken in Herzform geschnitzt oder aus Gemüse Gesichter gezaubert habe. Sie weiß inzwischen ganz genau, was ich ihr da unterjubeln will. Die ersten 2 Jahre hat das allerdings ganz gut geklappt. Hübsch angerichtet in der Brotdose oder in Streifen geschnitten mit einem leckeren Dip war Gemüse gern gesehen. Geht uns Erwachsenen doch schließlich auch nicht anders, oder?
Und last but not least:
5. Untermogeln
Dieser Trick klappt eigentlich immer! Denn vor allem bei Kleinkindern gilt: "Was ich nicht sehen kann, ist auch nicht da!" Heißt, man kann Gemüse in pürierter Form wunderbar in Tomatensauce verstecken (Nudeln mit Tomatensauce schmecken schließlich so gut wie allen Kindern!). Auch Suppen ( hat passend dazu letztens ein leckeres Suppenrezept gebloggt!) eignen sich prima, um Gemüse (püriert natürlich) heimlich unterzujubeln. Ebenso wie herzhafte Waffeln, Muffins oder Gemüsebratlinge. Und auch auf Pizza schmeckt Gemüse meistens gleich um Welten besser...
Ach und übrigens: diese "Geheimtipps" lassen sich auch bei mäkeligen Männern anwenden! 😉
In diesem Sinne: Piep, piep, piep... recht guten Appetit!!