Die Sache ist, dass wir nun über einzelne Gesetze schreiben, was sowieso schon irrsinnig ist. Ich finde gar kein Gesetz gut, da ich nicht jemand anderen, den ich nicht mal kenne, dazu zwingen möchte, was er zu tun und lassen hat. Und das tun Gesetze: Sie zwingen immer jemanden dazu etwas zu tun, was er nicht möchte. Zwang ist immer unter Gewaltandrohung/-durchsetzung (ansonsten musst du Buße zahlen oder wirst ins Gefängnis gesteckt, also deiner Bewegunsfreiheit beraubt). Also sind Gesetze für mich schon die Gefahr selbst, und am besten wäre es eine Gefahr abzuwenden, indem man denjenigen, der uns Gefahr aussetzt, komplett abschafft: Politik, Gesetze und Steuern. Es wird gesagt, dass Gesetze uns vor Gefahren schützen würde, während Gesetze, Steuern (Raub, also unter Gewaltandrohung Erpressungsgeld/ Schutzgeld einzufordern) gerade erst das ganze Leid erzeugt.
Mord ist ein Einzelfall und da ist sich jedem im Klaren, dass man es nicht tun sollte. Dafür braucht es kein Gesetz, dass jedem sagt, dass man nicht morden soll. Und Mörder werden sich eh an nicht an dieses Gesetz halten, wenn sie den Hang zum Morden verspüren. Wofür ist das Gesetz dann nützlich? Es ist eher überflüssig und sogar kontraproduktiv für diejenigen, die Selbstverteidigung anwenden und daraufhin vor Gericht gestellt werden, ob es wirklich Selbstverteidigung war. Soll man, wenn man gerade ermordet wird, lieber die Polizei rufen, die dann viel zu spät kommt und deswegen einem bei so einem Ernstfall gar nicht helfen kann? Anstatt sich zu verteidigen und dann zu riskieren, wegen seiner Verteidigung selbst in Knast zu kommen. Dann traut sich ja niemand mehr sich selbst zu verteidigen.
Wenn das Beispiel mit den Großbrand passieren würde, dann würde wahrscheinlich eh niemand dort hin gehen wollen. Ansonsten würde der Einzelne sich ja selbst gefährden. Das tun nur Leute aus Unwissen oder weil sie selbstmordgefährdet sind, und diese würden sich dann eh in egal welcher Situation mit Absicht gefährden um sich sein Leben endlich nehmen zu können. Wofür ist dann ein Gesetz notwendig? Denn man kann ja auch über den Großbrand berichten, sodass viele davon mitbekommen, ohne Gesetze zu beschließen.
So auch mit Krankheiten: Wenn ich mich nicht gesund fühle und kränklich bin, dann bleib ich automatisch zu Hause um mich auszuruhen. Da brauch ich niemanden, der mir vorschreibt, dass ich mich isolieren soll, wenn ich sowieso in mich fühle und weiß, dass es besser ist erstmal zu regenerieren. Die Isolierung ist außerdem ein erzwungener Käfig, was eine Gesundung nicht gerade fördert.
Das Krankheitsbeispiel ist insofern irreführend, da es verschiedene Interpretationen von Krankheit gibt und ich aufgrund eines anderen Krankheitsglaubens nicht mich einschränken lasse, ansonsten ist es Zwang. Wieso dürfen sich andere anmaßen ein Hoheitsrecht auf Meinung und Glauben zu haben?
Gesetze im Allgemeinen nimmt den Menschen die Eigenverantwortung zu sich selbst zu schauen, was einem gut tut und was nicht. Denn es ist ja eh klar mit den Gesetzen und da braucht der Einzelne nicht über seine eigenen Moral- und Wertevorstellungen nachzudenken. Wenn man eigene Werte hat und diese vertritt ist das ja dem Gesetzen ein Dorn im Auge, deshalb sollte der Einzelne ja besser nicht darüber nachdenken um sich selbst nicht zu behindern in dem System zu funktionieren.
Es gibt auch heutzutage niemanden mehr, der überhaupt fähig ist zu diskutieren oder Meinungsverschiedenheiten auch einfach mal in Raum zu lassen ohne dass einer Recht haben muss. Es wird sofort mit der Polizei gedroht. Es ist doch ersichtlich, dass falls man Meinungsverschiedenheiten hat, dass man sich auch einfach aus dem Weg gehen kann und das tun ja auch viele Menschen. Doch mit einem Hoheitsrecht auf Recht und Moral wird es immer jemanden geben, der gezwungen wird seine Werte aufzugeben, was doch wiederum gar nicht moralisch vertretbar ist. Zwang ist die Durchsetzung mit Gewaltandrohung/-durchsetzung.
Wieso sollte ein Dritter dazu berechtigt sein sich in meine Debattier-Angelegenheit einzumischen. Ist doch vollkommen in Ordnung sich mal nicht der selben Meinung zu sein. Ansonsten neigt es ja zu sehr kindischem Verhalten dem anderen seine Meinung aufzuzwingen (also mit Gewalt, also mit der Polizei).
Es ist ja vollkommen okay, wenn Menschen so etwas brauchen und wollen. Wenn die Einzelnen sich untereinander Regelungen bestimmen, wie sie miteinander dies und das machen. Aber solange ich persönlich gar nicht erst die Möglichkeit habe mich an der Bestimmung der Regelungen zu beteiligen, wie man es in einer Gemeinschaft beschließt, hat es auch nichts mit mir zu tun. Dann ist das ein Vertrag über Dritte. Doch damit ich mich an etwas halten muss, muss der Vertrag auch mit mir geschlossen werden.
Also Leute können ihre eigenen Gesetze auch schließen, solange sie nicht einen Dritten (also mich) dazu zwingen sich auch daran zu halten. Das ist nämlich nicht rechtmäßig und damit wird über meinen Kopf hinaus entschieden.
Außerdem: Wenn du Gesetze beschränkst, müsstest du dann nicht auch für alle Konsequenzen verantwortlich sein? Oder übernimmt überhaupt jemand irgendeine Verantwortun für solch ein flächendeckendes soziales Experiment?
RE: Kräuterkunde: Gemeiner Hohlzahn - Galeopsis tetrahit