Meine Reise in die Städte Wolfsburg, Zürich, Zug, Konstanz, auf die Zugspitze, Innsbruck, Wien, Prag und Dresden vom 16. Juli bis 1. August war das Highlight meiner letzten Urlaube und der erste Urlaub überhaupt, den ich allein unternommen habe.
Lt. Google Maps ist die Strecke knapp 3000km lang. Ich habe alle Strecken zwischen den Städten mit der Bahn zurückgelegt. Meistens sind es Direktfahrten gewesen. Manchmal musste ich auch unterwegs einmal umsteigen. Das ist für mein Empfinden die beste Art zu reisen. Ich muss mich um nichts kümmern, kann schlafen oder lesen oder mich mit anderen Passagieren austauschen.
In Zürich blieb mir leider der Besuch der Ausstellung von Dr. Hagens „Körperwelten“ verwehrt, da ich die Werbung erst am Tage meiner Abreise gesehen habe und in Wien blieb mir eine Reise mit dem Katamaran nach Bratislava verwehrt, da das Schiff nicht an den Tagen fuhr, an denen ich dort verweilte. Sehr schade.
Außer in Wien, habe ich alle Städte oder Attraktionen zu Fuß erreicht. Wien war einfach zu groß. Wenn ich meiner Schrittzähler-App auf meinem Handy Glauben schenken darf, bin ich in den 17 Tagen 246.000 Schritte gelaufen. Das dürften ungefähr 164km sein. Manche Tage kam es mir so vor, als sei ich diese Strecke an einem Tag gelaufen. ;)
Mein Ziel war es, für diese Reise nicht mehr als 1500 € auszugeben (ohne Verpflegung). Das ist mir nicht ganz gelungen. Am Ende waren es dann 1704 €. Darin sind aber auch 66 € inkludiert, die mich das Telefonieren und der Datenverbrauch in der Schweiz gekostet hat. Ich hatte leider nicht mehr das Tarifmodell meines Handyvertrages im Kopf. Dieser besagt nämlich, dass nur EU-Länder enthalten sind. Da die Schweiz nicht zur EU gehört, hat mich der Spaß etwas mehr gekostet als die monatlichen 7 €. Mein letzter Stand war das ganze Europa für mich zum Tarif gehörte. Pustekuchen. Also bevor Ihr ins Ausland reist und auf das Mobiltelefon angewiesen seid, checkt nochmal Eure Tarife und bucht entsprechend im Vorfeld günstige Zusatzfeatures, damit Ihr nicht unnötig überrascht werdet.
Wofür habe ich nun die restlichen 1638 € ausgegeben?
Für Unterkünfte in Zürich (356), Innsbruck (144), Wien (207) und Prag (235) habe ich 942 € berappen müssen.
Für sämtliche Fahrten zu den Städten und innerhalb der Städte waren 527 € aufzubringen.
Für die von mir gebuchten Guides in Wien und Prag habe ich 35 € aufgewendet und für Attraktionen und sonstiges waren 200 € fällig.
Noch was?
Bevor man so eine Reise antritt, ist da immer die Frage, was man wovon wieviel einpackt. Meinen Bundeswehr-Kampfrucksack habe ich selbstverständlich vollbekommen. Zu 80% mit Klamotten. Wie sich herausstellte viel zu viel! Ich habe tatsächlich für diese 17 Tage nur drei Hemden benötigt! Wie habe ich das gemacht? Nun, ich hatte mir 4 Tuben á 30ml von rei aus der Tube mitgenommen. Damit konnte ich zwei Hemden aufragen, diese an einem Abend damit waschen (ging gut im Waschbecken) und nächsten Tag waren sie wieder trocken. So ging das immer rei(h)um ;)
Was war unverzichtbar?
Von einem Handy mal abgesehen waren die drei folgenden Apps für mich von immenser Bedeutung.
Zum einen der DB Navigator. Mit dieser App ist es kinderleicht sich eine passende Verbindung zu seinen Zielen zu suchen. Die App konnte sogar alle Verbindungen innerhalb der Schweiz, Österreich und der Tschechei anzeigen! Man konnte diese zwar nicht in der App buchen, aber das konnte man dann immer vor Ort an den Terminals oder an den Schaltern in den lokalen Bahnhöfen erledigen.
Google Maps war ebenso ein wichtiges Tool. Egal wo ich hinwollte, Google wies mir den Weg. So war es immer leicht, den schnellsten oder kürzesten Weg innerhalb einer Stadt sich anzeigen oder ansagen zu lassen. Hat viel Zeit erspart.
Mit der App von Airbnb habe ich meine Unterkünfte gebucht. Hierin habe ich gute Vergleichsmöglichkeiten und bekomme oftmals auch kurzfristig Sparangebote angezeigt, wenn die Vermieter versuchen, ihre Zimmer bzw. Wohnungen noch schnell vermieten zu wollen. Was ich erst in Wien entdeckte, war ein zusätzliches nützliches Tool innerhalb der App, mit der man sich Aktivitäten in seiner Umgebung für die Zeit seiner Buchung anzeigen lassen konnte. Hierüber habe ich dann meine Guides in Wien und Prag gebucht. Sehr einfach und bequem.
Eine Powerbank für das Handy hat sich ebenso als nützlich erwiesen. Durch das viele Navigieren und Bildermachen auf meinen Tagestouren war der Akku oftmals schnell bei unter 20% seiner Leistung. Dazu hatte ich dann immer in meinem Ausflugsrucksack die Powerbank dabei und konnte so in wenigen Minuten das Handy um 20-40% aufladen.
Zum Thema Corona:
Auf meiner Tour hatte ich kaum Berührungspunkte damit. Mein Vermieter in Wien, hat mich zweimal per SMS und Mail erinnert, dass ich nur dann die Wohnung betreten kann, wenn ich einen Negativtest vorweisen kann. Diesen sollte online hochladen. Da ich keinen hatte, habe diesen in Garmisch-Partenkirchen (auf der Rückreise von meiner Zugspitztour) in einer Teststation vornehmen können. Diesen habe ich nochmal in Wien im Schloss Schönbrunn im Wüstenhaus vorzeigen müssen. Das war´s dann. In keinem Restaurant oder bei den Grenzübertritten in die Schweiz, nach Österreich, Tschechien und wieder zurück nach Deutschland musste irgendetwas vorzeigen.
Es war also weit weniger stressig als befürchtet.
Alles in allem ein gelungener ereignisreicher Urlaub mit sehr vielen Eindrücken. Da ich noch einige Erledigungen in der Heimat zu verrichten hatte, war dann nach 17 Tagen Schluß.
Dank an alle, die Ihr so fleißig meine Reise-Beiträge geupvoted habt. Dabei sind mehr als 100 Dollar zusammen gekommen. Damit habe ich einen (kleinen) Teil meiner Reisekosten decken können. Bleibt hier allerdings als Stake auf Hive erhalten.
Meine Reise-Beiträge in der Übersicht:
@eisenbart/ich-gehe-auf-reisen
@eisenbart/zwei-jahre-war-ich-nicht-mehr-1734l786331553408032144063061651
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