Gegen den Verfall – Neustart nach dem Loch
Drei Wochen hatte ich keine Lust
Keine Lust, Kalorien zu zählen, keine Lust, wirklich jeden Tag loszugehen, und wenn ich los bin, dann keine Lust auf Liegestütze oder Ähnliches.
Ich hatte ja alles geschafft, was ich mir vorgenommen hatte im März, als ich anfing. Ich hatte sogar viel mehr geschafft, als ich wollte.
Die Hose passt wieder, es ist übrigens eine Größe 34.
Oben drüber schwabbelt es zwar noch, aber bevor das weg ist, dauert es Jahre.
Ich hätte nie geglaubt, dass ich über 12 km eine Geschwindigkeit von über 6 km/h halten kann – und noch weniger, dass ich diese Geschwindigkeit in jedem einzelnen Kilometer schaffen würde, also auch bergauf.
Und schon gar nicht konnte ich mir vorstellen, dass meine kettenrauchende Lunge so viel Luft übrig hat dabei, dass ich reden kann, bergauf.
Das Motivationsloch musste wohl kommen.
Ich bin zwar trotzdem ca. jeden 2. Tag gelaufen, auch dieselben Strecken, aber eben lustlos.
Eher deshalb, um das Wasser aus meinen Beinen zu vertreiben. Ich sitze halt zu lange am Rechner.
Vorbei ist vorbei.
Gestern bin ich wieder mal los – nicht die gewohnten Strecken, die waren unpassierbar.
Der Fluss ist zu voll, um durchzuwaten, und am Strand komme ich nicht über die neue Straße, weil dort nasser, angeschwemmter Ton liegt – so rutschig wie Schmierseife.
Es war außerdem ein perfekter Tag für einen Spaziergang zum alten Leuchtturm in Maribigo.
Aber als ich an der neuen Umgehungsstraße vorbeikam, stach mich der Hafer oder die Neugierde – und ich bin diese Straße.
Traumhafte Aussichten, aber 10 km länger.
Trotzdem war es ein schöner und ein perfekter Tag, um die nächste Runde gegen den Verfall einzuleiten.
Danke fürs Lesen
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