Tag zwei im neuen Zeitalter
Ich hatte gestern nur eine Dreiviertelstunde Zeit, um überhaupt noch was zu schreiben, weil Actifit ja nicht länger zählen kann. Deshalb sah das auch so aus, wie es aussieht. Heute habe ich wenigstens noch 80 Minuten.
Nochmal zurück an diesen langen ersten Tag mit diesen knapp 29 Kilometern.
Die ersten und letzten 6 Kilometer sind ja etwas langweilig, aber der Rundkurs selbst ist so ansprechend wie meine heimische Bergumrundung. Es geht knapp 300 Meter hoch, mal auf Schotter und mal auf Beton. Es gibt ein paar Abzweigungen zu garantiert schönen Aussichtspunkten und ziemlich verrückten Bauvorhaben. Und da alles noch im Bau ist, wird es sicher nie langweilig.
Diese Strecke könnte mich zum Mopedkauf verleiten. Mit einem Tricycle könnte ich mich zwar auch hinfahren lassen, zurück ginge das eher nicht, weil ich ja verschwitzt bin und stinke.
Da oben an der Umgehungsstraße sind ein paar traumhafte Grundstücke – unverbaubare Sicht, immer windig, also nie drückend. Ich habe mal gefragt, was die beiden ausgeschilderten Grundstücke kosten: Noch wollen sie nur 2.500 Pesos für den Quadratmeter. Wenn die Straße durchgehend fertig ist, wird es garantiert das Doppelte sein und damit genauso teuer wie bei uns, 12 Kilometer näher an der Zivilisation.
Aber da es die einzige Nationalstraße ist, wird der Verkehr auch dementsprechend extrem sein, sobald die Straße durchgehend fertig ist bis Layja. Ich hab es auf der Karte mal angetackert.
Zum gestrigen Tag
Es hat hier zwei oder drei Tage geregnet, sodass der Fluss angeschwollen ist – also gar nicht mal so wenig. Durch den Fluss kann ich noch nicht waten, er ist noch zu tief und die Strömung zu heftig. Wenn sich nur LKWs trauen, ist es zu heftig für mich. Wenn Jeepneys durchfahren – immer noch. Aber wenn normale Pickups durchfahren, nur Mopeds noch nicht, dann ist es okay für mich. Muss man auch erst lernen.
Über die neue Straße am Strand wollte ich auch nicht. Die Entwässerung ist noch nicht fertig, und so wird der feine Ton die Straße runtergespült und wird zu Schmierseife – und die Straße zur Rutschbahn, dachte ich.
Aber entweder haben die Grundstückseigner von der Hügelkuppe selbst eine Raupe bestellt, oder die Gemeinde hat ein Herz für die Nöte dieser Leute. Jedenfalls war die Straße sauber, richtig geputzt.
Deshalb nur eine kleine Runde – ist zwar eher ein Strandspaziergang denn eine schweißtreibende Betätigung, aber immer noch besser, als eingesaut oder wieder mal die Haut abgeschürft.
Und ich weiß, wo ich morgen lang kann.
Danke fürs Lesen.
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