Heute habe ich es noch einmal probiert und bin wieder über den Fluss gegangen. Diesmal war es überraschend einfach. Das Wasser war fast weg, die Schwemmsandstellen zum Teil abgetrocknet und gut zu erkennen. Ich konnte sie umgehen, und über die vielen kleinen Seitenarme läuft es sich sowieso besser als durch die große Furt, wenn der Wasserstand zu hoch ist.
Was ich allerdings nie geschafft hätte: So wie die beiden Mädchen es machen, von Stein zu Stein hüpfen, leicht und sicher, als gäbe es keine Schwerkraft. Ich glaube, sowas muss man als Kind lernen. Wenn man es nicht früh übt, bleibt es einem fremd. Ich würde da garantiert ins Wasser fallen, vermutlich gleich beim ersten Sprung.
Natürlich habe ich die beiden hinterher gefragt, ob ich das wieder löschen soll. Sie hatten mich gesehen, und das Erste war Lachen. Danach gingen sie etwas eleganter, vielleicht auch ein bisschen schneller.
Auf meine Frage hin meinten sie nur: no need.
Es ist übrigens ein Unterschied. Hier in Asien, also zumindest in allen Ländern, in denen ich bisher war, fühlen sich die Leute eher geehrt, wenn man sie fotografiert oder filmt. Es gehört dazu, wie ein kleiner Moment, der geteilt wird. In der Karibik ist es genau anders. Dort wird es schnell persönlich. Die Leute werden wütend, auch wenn man gar nichts Böses will.
Seltsam, wie unterschiedlich das sein kann. Und wie still man dabei bleibt, wenn man niemandem zu nahe treten will.
Das ist alles für heute,, eigentlich ist es ja von Gestern und weil hier Mitternacht schon vorbei ist, ist es für mich von Vorgestern. Ziemlich verwirrend das Ganze.
Danke fürs Lesen
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