Irgendwo sind sie immer, die Leute die dauernd jammern das alles teurer wird. Aber stimmt das?
Pauschal zu antworten ist kaum möglich und macht auch wenig Sinn da es sehr branchenabhängig ist.
Man kann sich allerdings beispielhaft Produkte auswählen um ein besseren Überblick zu bekommen.
Drogen sind ja bekanntlich in unserer Kultur größtenteils Tabu, also verboten. Ausnahme der Alkohol, der ist gesellschaftsfähig früher wie Heute. Hat man in den 50ern noch 15 Min. je 0.5 Liter Bier malocht waren es 2009 noch 3 Min.
Eier sind ein extremes Beispiel, nicht zuletzt weil sich die Art ihrer Haltung eindeutig zum schlechten entwickelt hat. In 1950 arbeitete man noch 2.01 Std. für 10 Eier, heute gerade mal 0.08 Std. Eine Entwicklung vom Luxus.- zum Alltagsgut.
Ein weiteres erschreckendes Beispiel ist Kaffee. War er in den 50ern geradezu unerschwinglich ist er heute alltäglich. Man arbeitete damals im Schnitt 26.22 Stunden für 500 gr. Bohnenkaffee, heute schafft man es in 19 Minuten.
Der gute alte Fernseher, wie lange wird er uns noch erhalten bleiben in seiner jetzigen Kastenform? War er in der 50ern noch immer eine Vorzeigeprodukt für das man 351 Stunden und 38 Minuten arbeitete, sind es jetzt noch 35 Stunden und 31 Minuten.
Jetzt kommts, es geht auch anders herum. Wer als Mann einen Standardhaarschnitt haben möchte zahlt heute mehr als damals. 1960 hat man noch durchschnittlich 42 Minuten dafür bezahlt, heute muss man mit 1.16 Std. Arbeitszeit dafür bezahlen.
Der Kabeljau ist ein weiteres Negativbeispiel für das wir mehr bezahlen als noch vor 50 Jahren. Die Überfischung und das nicht entwickeln nachhaltiger Fischzucht führt uns in allen Bereichen des Fischfangs in eine Sackgasse.
Weitere Bereiche des alltäglichen Lebens das sich verteuert hat sind unter anderem Waren für Fahrzeuge, Verkehrsdienstleistungen wie Bus und Bahn sowie Tabakwaren. Im Durchschnitt sind auch alkoholische Getränke teurer geworden.
Weniger Arbeitszeit benötigen des weiteren Telekommunikations- dienstleistungen -69%, Schuhe und Bekleidung -35%, Haushaltsgeräte -52%, Möbel -30%, Fahrzeuge -28%, Gaststättendienstleistungen -11%, alkoholfreie Getränke -22%
Bildnachweis / Quellen: Bier/ Eier / Kaffee / Fernseher / Friseur / Kabeljau / Verkehr / Küche
Die Zahlen sind von verschiedenen Untersuchungen des Institutes der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.