Das soziale Auffangnetz fängt ja aber nicht nur wirklich bedürftige Fälle ab, sondern bietet verhältnismäßig starke Anreize, auf Kosten anderer zu leben. Ich bin nicht gegen Bedürftigenhilfe an sich, nur kritisiere ich, dass der Staat diese Aufgabe an sich gerissen hat. Zum einen löst es das Problem der Armut nicht, sondern subventioniert diese gewissermaßen. Zum anderen basiert dieses System auf Zwang, da es durch Steuergelder finanziert wird. Das führt auch dazu, dass Menschen weniger dazu bereit sind, anderen zu helfen, da "das ja sowieso der Staat macht". Wenn man sich andere Länder ohne (ausgeprägtem) Sozialsystem anschaut oder in der Geschichte zurückblickt, sieht man, dass auch auf freiwilliger Basis Bedürftigenhilfe geleistet wird bzw. die Familien-/Dorfgemeinschaft stärker füreinander einsteht. Hinzu kommt, dass je höher der Wohlstand in der Bevölkerung ist, desto höher ist die Bereitschaft zu spenden. Ein freier Markt schafft weitestgehend Wohlstand.
Bandenkriminalität hat vor allem eine Ursache, und das ist die Verfolgung opferloser Verbrechen (u.a. Drogen) – das Problem wurde also vom Staat geschaffen (warum ich für eine Legalisierung von Drogen bin, natürlich mit entsprechender Aufklärung, kann ich gern in einem späteren Post erläutern).
Was die Mehrheit der Menschen in Deutschland gut findet, würde vermutlich auch auf freiwilliger Basis weiterhin finanziert werden können, so zum Beispiel kostenlose Schulbildung für arme Kinder.
Ich denke allerdings nicht, dass unsere Sozialsysteme dauerhaft bestehen können. Wie du sagst, ziehen sie sehr viele Menschen an, allerdings bewirkt die hohe Abgabenlast eher eine Abwanderung von Fachkräften. Da stellt sich die Frage, ob das auf Dauer finanziert werden kann.
RE: Geld: Gut oder schlecht? (Teil 3 einer Reihe)