Toleranz hört da auf, wo Leib und Leben in Gefahr geraten.
Das ist für mich eine der eindeutigeren Schlusslinien. An vielen anderen Punkten ist es mir selbst überalassen, ob ich ertragen kann was ich sehe.
Das größere Problem sehe ich darin, das Toleranz gerne zu Gleichgültigkeit oder Gleichmacherei führt.
Beispiel: Die Kinder im Kindergarten sind alle gleich, sie spielen gerne, lachen und machen Unsinn. (Kann jede(r) Erziehe(r)in wohl bestätigen, oder eben die Eltern selber.)
Aber: wenn jetzt der fünfjährige mit den dreijährigen Kindern fangen spielt, wird´s sehr einseitig. Er ist schneller, wendiger und wohl auch etwas größer.
Dafür hat er vielleicht beim Verstecken schon seine Probleme, weil die kleineren Ihn eher hinterm Blumenkübel sehen werden.
Zitat:
Doch was ist denn nun das Paradoxon der Toleranz?
Zu diesem Punkt kommen wir, wenn es darum geht auch intolerante Menschen zu tolerieren. Da tolerante Menschen in diesem Falle nichts gegen die Intoleranz der Anderen unternehmen, werden sie zu Grunde gehen und die Einstellung der Toleranz mit ihnen.
Das hebt sich sofort wieder auf, wenn Du Dir z. B: die Mahnung eines intoleranten Menschen nicht zu Herzen nimmst, und dann deshalb zu Schaden kommst, in welcher Art auch immer.
Beispiel: Ein grummeliger alter Mann sagt dir mürrisch du sollst dein Auto umparken.
Überall ist augenscheinlich Platz und du verstehst nicht was er von dir will und gehst deiner Wege. Nun kommt irgendein größeres Auto und haut bei deinem Auto einen Spiegel ab.
Kurz: Wer sich besonders Tolerant wähnt ist auch intolerant.
Das gibt es einfach nicht, das jemand auschließlich tolerant ist. Das ist Wunschdenken, und bringt einen auf kurz oder lang nur in Gefahr.
Nachtrag: Genauso wenig gibt es Menschen die nur Intolerant sind.
RE: Die Paradoxie der Toleranz