Zweckmäßige Aufbewahrung von Eiern
Sehr viele Eier werden in größeren Hühnerhöfen dadurch unhaltbar, daß sich brütende Hühner darauf setzen. Diese müssen daher sorgfältig aus dem Hühnerhof entfernt werden, wenn man jenen Schaden abwenden will.
Allgemein ist der Glaube verbreitet, daß „Augsteneier“ haltbarer seien, als die früher gelegten. Der Grund liegt einfach darin, weil sich im August bei den Hühnern der Bruttrieb verliert, daher sie denn nicht mehr auf’s Nest hocken.
Will man nun haltbare erzielen, so muß man neben Entfernung der Bruthennen noch folgende Punkte berücksichtigen:
- Das Legnest muß an einem kühlen Orte angemacht sein.
- Wer viel Geflügel hat, muß die frischgelegten Eier täglich mehrere Male aus dem Neste holen.
- Die Eier werden in eine Kiste gelegt, deren Deckel zum Theil offen bleibt und die an einem kühlen, luftigen und trockenen Orte steht. Sie werden in derselben nach dem Alter sortirt.
- Anfangs Winter werden die Eier in offenen Körben in einem ungeheizten Zimmer aufbewahrt, das indessen so gelegen ist, daß darin kein hoher Kältegrad eintreten kann.
Dabei werden die Eier so in die Körbe gelegt, daß die zuletzt gelegten zu unterst kommen, die ältesten obendrauf. Diese werden dann natürlich zuerst gebraucht.
Auf solche Weise aufbewahrte Eier bekommen durchaus keinen Beigeschmack und sind sehr haltbar.
<< Butter lange frisch zu erhalten
Bevor jemand fragt: Nein, gekocht habe ich diese Rezepte noch nicht, würde mich aber freuen, wenn jemand sie nachkocht und einen Kommentar schreibt :)
Die Rezepte stammen aus alten Kochbüchern aus dem 19. Jahrhundert (so ca zwischen 1850 und 1900) und wurden von mir so abgetippt, wie sie gedruckt worden sind - Grammatik oder Rechtschreibung mögen also bitte nicht kritisiert werden.
Ebenso möchte ich festhalten, dass die meisten der in den Rezepten und Tipps beschriebenen Verfahren natürlich nicht mehr zeitgemäß sind und ich diese nur zur Information, wie es damals war, veröffentliche.
Bildquelle: https://pixabay.com/en/eggs-farm-delicacy-food-508049/
Fotograf(in): María Luisa Benedicto Gil