Zahlen erzählen nicht alles
Es gibt Dinge, die sich einfach nicht in Zahlen ausdrücken lassen. Zum Beispiel, wie viel leichter ich die Hügelkuppe erreiche, nach nur einem Monat. Oder das Gefühl, wenn die Hosen wieder so passen, wie sie sollten. Keine Sorge, ich habe noch viele Hosengrößen auf Reserve, die mal gepasst haben – von Größe 42 bis 29. Und zurzeit rutscht erst Größe 38. Auch das Ausbleiben der Knieschmerzen beim Gehen bergab bleibt eine echte Erleichterung, die keine Zahl jemals beschreiben könnte.
Die Zahlen dürfen natürlich trotzdem nicht fehlen
Mein Startgewicht war eine kleine Schocktherapie: 103 Kilo. Für einen Moment habe ich überlegt, spontan 20 cm zu wachsen, aber Google hat mir klargemacht, dass das mit fast 60 Jahren eher unwahrscheinlich ist. Stattdessen schrumpfe ich eher – selbst von den 173 cm, die ich inzwischen nur noch habe.
Mein Gewicht bestimme ich übrigens immer nach einem 2,5-stündigen Spaziergang ohne Wasserzufuhr, in tropischer Hitze und ohne vorher etwas gegessen zu haben. Morgens mag ich sowieso nichts essen; 2 Liter dünner Kaffee und ein Liter gewürztes Wasser, mit dem ich die Alter-Sack-Pillen runterschlucke (O3-Fischöl, Kreatin, Magnesium, Kalium, Kalzium), reichen mir völlig.
Am 1. März zeigte die Waage nach meinem Spaziergang 98,8 Kilo an. Am 31. März waren es 95 Kilo. Für mich ist das okay, denn bei meinem Flüssigkeitsbedarf von 6–7 Litern am Tag ist das sowieso Kaffeesatzleserei. Ist es ein bisschen windiger und frischer als die üblichen 32 Grad, oder ich gehe etwas gemächlicher, schwitze ich weniger und wiege am Ende der 12,5 km ein Kilo mehr.
Ein paar Daten, um den Fortschritt zu zeigen
Der März hatte einiges zu bieten:
- 31 Runden um den Hügel
- 503.000 Schritte
- 410 Kilometer
- 80 Stunden unterwegs
- 2 Paar durchgelaufene Flip-Flops
- 88.000 kcal verbrannt
- 50.000 kcal gegessen
- 4 Kilo Körperfett weniger
Ein bisschen Kalorienzählen und die richtige Balance
Ein Kilogramm Körperfett hat ungefähr 8000 kcal. Wenn ich jeden Tag 1100 kcal weniger zu mir nehme, dann verliere ich theoretisch ein Kilo pro Woche.
Natürlich stimmt das so nur bedingt. Wenn ich meine Restmuskeln nicht nutze, werden nicht nur Fett-, sondern auch Muskelmasse abgebaut. Das Resultat? Ein breitarschiger, dünner Alter Sack, Modell Birne auf Streichholzbeinen.
Deshalb setze ich auf das, was wirklich hilft: Ich gehe so schnell ich kann und so lange, bis ich an den Punkt komme, an dem ich aufhören will. Rundkurse ohne Abkürzungsmöglichkeiten sind dabei mein Favorit. Und weil meine Arme und Schultern während des Gehens wenig tun, mache ich zwischendurch ein paar Liegestütze. Noch sind die nur so, wie ich sie kann, und nicht so, wie ich sie gern hätte – aber auch das wird irgendwann kommen.
Ein schöner Nebeneffekt
Mit meinem täglichen Gang um den Hügel und den eingebauten Übungen erhöhe ich meinen Gesamtbedarf an Kalorien um etwa 800 kcal. Das heißt, ich kann ein bisschen mehr essen und bleibe trotzdem über der Defizitgrenze von 1100 kcal.
Bis jetzt funktioniert es ganz gut, und die Muskeln protestieren genau dort, wo sie sollen: in der Brust, den Schultern, den Armen und den Beinen.
Schnorcheln als entspannte Alternative
Manchmal tausche ich den Hügel gegen Schnorcheln – das stresst nicht so bei Hitze, bleibt aber meine zweite Wahl. Der Grund? Der Weg zum Strand bietet fast nur flaches Land, und ich kann mich dabei nicht wirklich verausgaben. Außerdem wird jede Anstrengung im Wasser spätestens beim dritten Wadenkrampf obsolet.
Im Durchschnitt schaffe ich 7 km Weg plus eine Stunde Schnorcheln, dabei rund 2 km Strecke im Wasser – auch das bringt einen Kalorienverlust von etwa 800 kcal.
Alles zusammengezählt
Mit einem Gesamtumsatz von 2600–2700 kcal am Tag und einer Nahrungsaufnahme von rund 1500 kcal bleibe ich im Defizit und auf Kurs. Mal sehen, wie es weitergeht.
Danke fürs Lesen!