Und es klingt als wäre dein Weg, ohne Umwege und Sackgassen verlaufen.
Oh doch, die gab es definitiv. Wahrscheinlich sogar mehr, als man von außen oft wahrnimmt.
Vieles entstand bei mir eher dadurch, dass ich gedanklich häufig schon mehrere Schritte weiter war und lange nicht verstanden habe, warum andere manche Zusammenhänge nicht nachvollziehen konnten. Nicht weil meine Gedanken zwangsläufig richtiger oder „reifer“ gewesen wären, sondern weil die Gedankengänge dazwischen für andere oft unsichtbar blieben.
Später hörte ich dann tatsächlich öfter Sätze wie: „Ah, jetzt verstehe ich, was Du damals meintest.“ Nur lagen bis dahin manchmal schon einige steinige Wege hinter einem und man begann irgendwann selbst an den eigenen Gedanken zu zweifeln.
Und Dein Einwand mit Gegenwarts-Ich und Zukunfts-Ich gefällt mir ehrlich gesagt gerade deshalb so gut, weil er zeigt, wie schnell man bei solchen Gedanken anfängt, Zeit und Perspektive miteinander zu verdrehen. 😄 Vielleicht ist genau das auch der Punkt: Egal aus welcher Richtung man schaut — erleben können wir das Leben immer nur in dem Moment, der gerade Gegenwart ist.
RE: Frieden mit den eigenen Umwegen