Der Gedanke, eine Abzweigung verpasst zu haben, ist mir nicht fremd. Ich habe ihn oft gehabt – besonders dann, wenn ich auf andere Lebensläufe geschaut habe, die geradliniger oder leichter wirkten.
Bei mir kam früh ein anderer Impuls dazu: unabhängig zu sein. Vielleicht geprägt durch den frühen Verlust meines Vaters. Ich war viel mit älteren Menschen unterwegs und habe gesehen, wie sie sich durch ihr Leben gearbeitet haben – und auch, wo manche stecken geblieben sind.
Ich hatte nie das Gefühl, dass es den richtigen Weg gibt. Eher nur unterschiedliche Gelände. Manche gehen außen herum. Ich bin oft direkt über die Steine gegangen. Nicht, weil es klüger war, sondern weil es sich für mich oft einfacher anfühlte, mich hineinzuarbeiten, bis ich etwas verstehe.
Gerade in der Technik war das deutlich. Je komplexer es wurde, desto größer wurde meine Ruhe darin. Vielleicht, weil ich irgendwann gemerkt habe: Das ist alles von Menschen gemacht. Also kann man es auch verstehen. Heute sehe ich das etwas anders. Technik ist für mich weniger etwas, das ich „bezwingen“ muss, sondern eher ein Werkzeug, das mich unterstützt – oder auch einfach mal liegen bleiben kann.
Was du schreibst, wirkt für mich nicht wie ein Verpassen einer Abzweigung. Eher wie jemand, der bewusst auf seinem Weg geblieben ist. Vielleicht ist es gar kein Schlafen gewesen. Vielleicht eher eine Form von Wachsein, die nicht ständig den Kurs wechselt. Und genau das hat seinen eigenen Wert.
RE: Wie Technik und ich uns entwickelten